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Arbeitsweise

Leitlinien für das Zusammenwirken der Mitglieder im Netzwerk

 

 

In der Entstehung des Netzwerkes hat sich folgende Form der Zusammenarbeit als wertvoll, wirksam und konstruktiv erwiesen.

 

Jedes Netzwerkmitglied bekennt sich zu den nachfolgend aufgestellten Leitlinien, um eine langfristige Zusammenarbeit zu garantieren.

 

Wir steht vor dem Ich“

Im Mittelpunkt stehen die Bedarfe der Zielgruppe und des Netzwerks, nicht die Interessen des/der einzelnen Trägers/ Institution.

 

Vertrauen und Gleichberechtigung sowie  Offenheit und Fairness im Umgang miteinander  sind die wesentlichsten Grundlagen für das Netzwerk und den Erfolg seiner Arbeit.

 

Es gibt keine hierarchischen Strukturen. Alle Mitglieder sind gleichwertig. Alle notwendigen Entscheidungen werden im Plenum getroffen. Einzig die Steuerungsgruppe agiert als Sicherungsprinzip und berät über Ziele und Aufgaben des Netzwerkes und dessen Ausrichtung im Bezirk.

 

Der Erfolg des gemeinsamen Vorhabens hängt wesentlich davon ab, dass sich jedes Mitglied auf seine Kernkompetenzen konzentriert. So können durch die Zusammenarbeit im Netzwerk die Stärken jedes Einzelnen gefördert, Synergien erzielt sowie fehlende Leistungsangebote identifiziert, entwickelt und implementiert werden.

 

Achtung und Respekt  

Die Netzwerkmitglieder begegnen sich in wertschätzender, achtungsvoller Weise. Vorurteile und Befürchtungen werden direkt angesprochen und bei Bedarf ausgeräumt.

Interessen- und Rollenkonflikte werden ehrlich und aufrichtig dargelegt.

 

Flexibilität

Durch Arbeitsteilung und Zugang zu den Ressourcen einzelner kann das Netzwerk schnell und unbürokratisch auf neue Entwicklungen und Anforderungen reagieren.

 

Lernendes Netzwerk

Alle in der gemeinsamen Arbeit entwickelten Ideen sind es wert, aufgehoben und geprüft und nicht aus vermeintlich besserem Wissen abgelehnt zu werden. Dies erlaubt auch ungewohnte und neue Wege zu gehen.

 

Gegenseitigkeit

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass alle NW–Mitglieder die gleichen Zugangsmöglichkeiten zu den Ressourcen, Wissen und Kompetenzen haben. Jedes Mitglied verpflichtet sich, aktiv an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Netzwerks mitzuwirken, ohne dafür einen kurzfristigen Ausgleich zu erwarten. Als neutraler Vertreter des Netzwerks werden die Interessen aller Mitglieder repräsentiert.

 

Transparenz

Gemeinsame Angebote/Projekte werden so präzise formuliert, dass jedes Netzwerkmitglied seine Rolle darin klar erkennen kann und die Schnittstellen zwischen den Partnern eindeutig beschrieben sind. Die Darstellung der Angebote wird periodisch überprüft und fortgeschrieben.

 

Qualitätssicherung

Qualität und Qualitätssicherung haben einen hohen Stellenwert. Gemeinsame Standards der Arbeit im Netzwerk wie auch in den Infopoints sind erarbeitet und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Qualifizierung ist fester Bestandteil der Netzwerkarbeit und wird entsprechend der Bedarfe und Rahmenbedingungen besprochen und festgelegt.

Jeder Netzwerkpartner erklärt sich bereit, alle erforderlichen Informationen für eine Evaluierung auf Wunsch offen zu legen.

Für eine kontinuierlich qualitativ hochwertige Arbeit ist eine personelle Konstanz bzw. bei Wechsel eine sorgsame Einarbeitung wünschenswert.

 

Projekte

Ein Netzwerkmitglied, der ein neues Projekt in das Netzwerk einbringt, führt dieses und entscheidet, welche Netzwerkmitglieder oder Partner an dem Projekt teilnehmen.

Für die Projektumsetzung werden klare Strukturen und Regelungen vereinbart.

 

Für die Auftrags- und Projektakquise gelten folgende Vereinbarungen, die gewährleisten, dass das Innenverhältnis zwischen den Mitgliedern nicht beeinflusst wird und die kooperative Zusammenarbeit gewährleistet ist:

  • bei Projekten für die Zielgruppe im Sinne des NW sind alle NW-Mitglieder  im Plenum zu informieren
  • Projekte zur grundsätzlichen Weiterführung des NW können von allen NW-Mitgliedern beantragt werden mit gleichzeitiger Information ans Plenum
  • möglich ist auch ein gemeinsamer Projektantrag, in den Ideen und Ressourcen aller eingehen unter (notwendigerweise) Führung eines Trägers

 

Beteiligung der Zielgruppe

Die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe werden in allen Gremien gewahrt.

 

Geschäftsordnung

 

Netzwerk Alleinerziehende Marzahn-Hellersdorf

 

 

Präambel

Das „Netzwerk Alleinerziehende Marzahn-Hellersdorf“ ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Einrichtungen und Projekten in kommunaler bzw. freier Trägerschaft sowie von Institutionen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Aufgrund ihrer Erfahrungen im Umgang mit der  Zielgruppe fühlen sie sich den gemeinsam formulierten Zielen des Netzwerks verpflichtet und sind bereit, mit eigenen Ideen und Ressourcen zu deren Realisierung beizutragen.

 

 

 

 

§1       Ziele und Aufgaben

Das Netzwerk hat den Auftrag, die Lebens- und Arbeitsperspektiven für Alleinerziehende im Bezirk nachhaltig zu verbessern, Dienstleistungsangebote förderlich zu koordinieren und gezielt in individuellen oder modularen Dienstleistungsketten professionell miteinander zu verknüpfen.

Daraus ergeben sich folgende Ziele und Aufgaben:

  • die Zielgruppe aktiv an der Gestaltung der Netzwerkarbeit zu beteiligen sowie die Interessen der Zielgruppe in der Öffentlichkeit und auf politischer Ebene zu vertreten,
  • vorhandene Angebote trägerübergreifend verbindlich miteinander zu verzahnen,
  • „Infopoints“ für Alleinerziehende zu evaluieren und zu erhalten
  • die Qualität der Arbeit in den „Infopoints“ mit Hilfe einer Datenbank bzw. eines Handlungs- und Hilfekataloges stetig zu verbessern,
  • flexible Kinderbetreuungsangebote im Bezirk zu unterstützen
  • wirtschaftliche Unternehmen für die Zielgruppe aufzuschließen, die Umsetzung flexibler Arbeitszeitmodelle anzuregen sowie über Angebote für eine Arbeit und Ausbildung in Teilzeit zu informieren und
  • Qualifizierungen für die Netzwerkmitglieder anzubieten.

 

 

 

 

 

 

 

§2       Struktur des Netzwerkes und Zusammensetzung

 

1. Das Netzwerk setzt sich zusammen aus:  der Koordinierungsstelle

                                                                                  der Steuerungsgruppe

                                                                                  den Netzwerkmitgliedern

                                                                                  dem Beirat der Alleinerziehenden und

                                                                                  den Kooperationspartnern.

 

Die Koordinierung der Arbeit des Netzwerkes obliegt für den Zeitraum der Förderung aus Mitteln der Förderung der Fraueninfrastrukturstellen des Senates AIF und der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ durch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und der JAO gGmbH als Projektträger. Zu den Aufgaben der Koordinierungsstelle gehört u.a. die Zielplanung, die Entwicklung von Netzwerkstrukturen, die Organisation des Kommunikationsflusses und der Zusammenarbeit, Partizipation der Zielgruppe, Planung und Aufbau und Erhaltung arbeitsfähiger Strukturen und die Dokumentation.

 

Sie wird in ihrer Arbeit durch die Steuerungsgruppe unterstützt, deren ständige Mitglieder, neben der Projektleitung, je eine Vertreterin1 aus dem Jobcenter und dem Jugendamt sind.

Die Aufgaben der Steuerungsgruppe setzen sich aus folgenden Punkten zusammen:

  • inhaltliche Schwerpunktsetzung der Netzwerkarbeit
  • Klärung von grundlegenden Planungs- und Entscheidungsfragen
  • Kommunikationswege und Verzahnungen schaffen und ermöglichen
  • Vorbereitung und Auswertung der Plenumssitzungen
  • Vertretung der Interessen des Netzwerkes in den bezirklichen Gremien.

 

Die Netzwerkmitglieder sind handelnde und verantwortliche Akteure, die sich an der Arbeit des Netzwerkes aktiv beteiligen. Sie treffen sich in regelmäßigen Beratungen (siehe §3).

Die Mitgliedschaft kann bei der Koordinierungsstelle beantragt werden und wird im „Plenum“ entschieden (siehe §4). Ebenso wird sie mit Antrag beendet.

Die Mitglieder verpflichten sich unter Anerkennung der Arbeitsleitlinien bei der Umsetzung der Aufgaben und Ziele des Netzwerkes engagiert mitzuwirken.

Die Stimmverteilung regelt sich in Punkt 2.

 

Kooperationspartner sind Akteure des Netzwerkes, die sich ebenso bei der Arbeit des Netzwerkes aktiv beteiligen. Sie werden von den Netzwerkmitgliedern auf Antrag berufen. Sie nehmen an den regelmäßigen Sitzungen teil und wirken in Arbeitsgruppen und anderen Aktivitäten mit.

Die Kooperationspartner sind nicht stimmberechtigt.

 

 

 

Der Beirat der Alleinerziehenden ist ein Zusammenschluss von Alleinerziehenden des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf, der sich mit der Projektleitung in regelmäßigen Abständen trifft. Die gemeinsam diskutierten Anliegen und Interessen werden als Unterstützung der Netzwerkarbeit gewertet und an das „Plenum“ (siehe §3) weitergeleitet. Der Beirat ist mit einer Vertreterin im Netzwerk vertreten und hat die Möglichkeit an den regelmäßigen Sitzungen teilzunehmen. Der Beirat ist stimmberechtigt.

 

 

2. Stimmenverteilung im Netzwerk

Nachfolgend aufgeführte Institutionen/Träger Stimme sind:

 

  • die Koordinierungsstelle JAO gGmbH
  • das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
  • das Jobcenter Marzahn-Hellersdorf
  • die ABU gGmbH
  • das SOS – Familienzentrum
  • die a & d Schulungszentrum GmbH
  • die bbW – Akademie
  • der Ball e.V.
  • die Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf
  • der Beirat der Alleinerziehenden

 

Die stimmberechtigten Vertreterinnen sowie deren Stellvertreterinnen werden namentlich benannt. (lt. Anlage 1)

Wenn die Stellvertreterinnen nicht anwesend sein können, darf das Mandat nicht auf ein anderes stimmberechtigtes Mitglied übertragen werden.

 

§3       Sitzungen

  1. Die Netzwerkmitglieder und Kooperationspartner treffen sich regelmäßig, mindestens jedoch 4-mal jährlich, zu Beratungen im „Plenum“.
  2. Die Sitzungen sind öffentlich, können jedoch auf Antrag eines Netzwerkmitgliedes und nach Abstimmung für die Öffentlichkeit geschlossen werden.
  3. Zu den Sitzungen wird jeweils mindestens 1 Woche vorher schriftlich, unter Angabe der Tagesordnung, eingeladen.
  4. Tagesordnungspunkte kann jedes Mitglied bei der Koordinationsstelle anmelden.

 

 

 

 

§4       Beschlussfassung

Unter Berücksichtigung des §2 (2) werden Beschlüsse mit einer einfachen Mehrheit der anwesenden stimmberechtigter Mitglieder verabschiedet. Dabei müssen mindestens 50% der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sein.

Minderheitenvoten und deren Begründungen sind zu protokollieren.

Beschlüsse mit finanziellen Auswirkungen und Auswirkungen für einzelne Netzwerkmitglieder müssen einstimmig getroffen werden.

 

§5       Inkrafttreten

Die Geschäftsordnung wurde nach Unterschrift der Netzwerkmitglieder beschlossen und tritt mit Wirkung vom  31.08.2012  am gleichen Tag in Kraft.

Änderungen der Geschäftsordnung bedürfen der 2/3 Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder des Netzwerkes.

 

Die GO gilt bis zum 31.03.2016. In Abhängigkeit der inhaltlichen und strukturellen Ausrichtung des Netzwerkes nach Ablauf des Förderzeitraumes bedarf es ggf. einer Anpassung der GO an die neuen Rahmenbedingungen.

 

Die Änderungen der GO wurden in der Plenumssitzung am 09.05.2014 beschlossen.

 

 

Berlin, den 09.05.2014

 

 

Anlage 1

 

Stimmberechtige Netzwerkmitglieder

 

Institution

VertreterIn

StellvertreterIn

Koordination JAO gGmbH

Frau Willno

Frau Dubsky

Bezirksamt M/H

Frau Schieweck

Frau Moncoprs

JobCenter M/H

Frau Bettmann

Frau Temper

ABU gGmbH

Frau Seigewasser

 

a & d Schulungszentrum GmbH

Frau Kramp

 

Ball e.V.

Herr Holzmann

 

bbw - Akademie

Frau Zilm

Frau Stumpfeldt

Freiwilligenagentur M/H

Herr Gollbach

 

SOS - Familienzentrum

Frau Wolter

Frau Harnick

 

Plattenberg e.V.

Frau Buch

Frau Mallon

 



 

Logoleiste_FH.JPGSenat AIF.jpgJobcenterJAO